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Biofeedback - Effektive Therapie ohne Nebenwirkung

Anwendung bei Krankheiten – Hyperaktive Kinder (ADS), Notfälle und psychosomatischen Erkrankungen

Die grosse Stärke des Respiratorischen Feedback besteht darin, dass der Patient sich nicht konzentriert selbst entspannen muss, weil die sensorischen Eindrücke beim RFB automatisch positiven Einfluss auf den Entspannungszustand nehmen.

Dies ist bei Personen mit akuter psychischer Dekompensation oder bei hyperaktiven Kindern sehr wichtig, denn hier kommt es darauf an, schnell und wirksam Entspannung herbeizuführen. Durch den Einsatz von RFB kann das Einnehmen von Psychopharmaka stark eingeschränkt oder oft sogar ganz umgangen werden.

Bei Notfallpatienten kann durch eine sofortige RFB-Behandlung häufig schon bei einem anschliessenden Gespräch mit der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse begonnen werden. Dadurch wird nicht nur der Medikamenteneinsatz, sondern auch die Behandlungszeit spürbar verringert.

Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen haben oft einen Marsch durch etliche medizinische Institutionen hinter sich und stehen neuen Therapiemethoden dementsprechend skeptisch gegenüber. Hier führt das RFB zu beachtlichen Erfolgen, weil sich die Patienten auf die offenkundig unschädliche Behandlung meist ohne grössere Bedenken einlassen.

Erlebnisberichte

"Bei einem achtjährigen blinden Jungen mit start ausgeprägter Hyperaktivität und heftigen Tics zeigte sich trotz der nur auf den Gehörsinn beschränkten Behandlung ein deutlicher Erfolg. Nach wenigen Wochen war der zuvor in keine Klassen- und Hausgemeinschaft seines Blindeninternats integrierbare Junge nicht nur in der Schule weitgehend unauffällig und fröhlich, sondern terrorisierte auch seine - sehenden - Geschwister zu Hause nicht mehr. Zitat: 'In der Schule mache ich auch Feedback. Wenn mich die anderen aufregen, höre ich dem Atmen zu und denke gar nicht mehr an die. So zur Selbstverteidigung mach ich es auch - immer wenn ich nervös bin.'"

"Eine 41-jährige Frau, Mutter von zwei Kindern und in einem Pflegeberuf tätig, wurde als Notfall von einer Freundin in meine Praxis gebracht. Sie schluchzte verstärt, konnte nicht sprechen, wirkte erschöpft und winkte entmutigt ab, als ich ihr ein Gespräch anbot. Als sie sich zum Gehen wandte, fragte ich sie, ob sie sich wenigstens ein wenig ausruhen wolle, damit ihre Umwelt ihr verzweifelter Zustand nicht so auffalle. Sie akzeptierte den Vorschlag sich auf der Feedback-Liege auszustrecken und war bereit, das RFB auszuprobieren. Sie erklärte ungefragt, dass sie jegliche Medikamente abgelehnt hätte. Nach 40 Minuten FRB war sie zu einem Gespräch bereit und berichtete über sadistisches, bedrohliches Verhalten ihres Partners unter Alkhoholeinwirkung."

"Ein 31-jähriger Kfz-Mechaniker war schon als Jugendlicher wegen rezidivierender Migräne behandelt worden. Nach einem nahezu schmerzfreien Intervall von zahn Jahren litt er wieder regelmässig an massiven Migräneanfällen, insbesondere an Wochenenden. Unter der Woche belastete ihn ein aggressiver Kollege am Arbeitsplatz, dessen Attacken er nichts entgegenzusetzen wusste. Weder die regelmässige Einnahme von Suppressiva wie Optalidon und Imigran noch ein von einem Heilpraktiker kostruiertes Gerät (zur Abwehr von Erdstrahlen (!) - zum Preis von 4000 DM) zeigten Erfolg. Nach fünfmaliger RFB-Behandlung staunte der Patient über sein erstes schmerzfreies Wochenende seit sechs Jahren und lebt heute berschwerdefrei. RFB nutzt er weiterhin regelmässig - 'zum Abschalten'. Auch die sexuelle Beziehung zu seiner Frau habe sich dramatisch verbessert."

Quelle: Gerhard S. Barolin (Hg.); Das Respiratorische Feedback nach Leuner; Verlag für Wissenschaft und Bildung; Berlin 2001;

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